Simpson Protocol Erfahrung: Wie mein Überbewusstsein einen Diamanten fand

Freundliches Portrait von Mandy Passon, Ihrer Expertin für Hypnose in Rudolstadt.

Es gibt tiefgreifende Erfahrungen im Leben, die man nicht so einfach vergisst. Manche davon sind besonders schön, andere vielleicht schmerzhaft und dann gibt es Erlebnisse, bei denen man irgendwann einfach nur noch fassungslos denkt: Das kann doch eigentlich gar nicht wahr sein. Genau so eine außergewöhnliche Erfahrung habe ich einige Monate nach meiner intensiven Ausbildung im Simpson Protocol gemacht. Es ging dabei um einen kleinen, aber für mich überaus wertvollen Diamanten, den ich tatsächlich mit der direkten Hilfe des Überbewusstseins wiedergefunden habe.

Wenn ich interessierten Patienten diese Geschichte erzähle, schmunzle ich oft selbst ein wenig, denn sie klingt tatsächlich ein bisschen wie das Drehbuch aus einem Hollywood-Film. Und trotzdem ist sie exakt genauso passiert. Für mich war sie damals nicht nur eine unglaublich spannende und lehrreiche Erfahrung mit dem Simpson Protocol, sondern auch eine weitere, intensive Begegnung mit etwas, das mich an dieser Methode bis heute fasziniert. Es geht dabei um eine faszinierende Vorstellung. Unser alltägliches, bewusstes Denken macht nur einen winzig kleinen Teil aus. In uns ist tatsächlich viel mehr an tiefem Wissen, feiner Wahrnehmung und gespeicherter Information vorhanden. In diesem ausführlichen Artikel nehme ich Sie mit auf diese ganz persönliche Reise. Ich zeige Ihnen, wie wir dieses verborgene Wissen auch für Ihre emotionale Heilung nutzen.

 

Wie ein kleiner Diamant verschwand und die Suche begann

Damals trug ich jeden Tag einen Ring mit einem kleinen, funkelnden Diamanten. Es war absolut kein riesiger oder besonders auffälliger Stein, sondern ein eher zierlicher Ring, den ich von meinem damaligen Partner als Zeichen der Verbundenheit geschenkt bekommen hatte. Deshalb besaß dieses Schmuckstück für mich natürlich einen ganz besonderen, persönlichen und starken emotionalen Wert. Es war nicht einfach nur ein beliebiger Gegenstand aus Gold und Stein, sondern eine greifbare Erinnerung an einen wichtigen Menschen und an eine ganz bestimmte, prägende Zeit in meinem eigenen Leben.

Eines Abends fiel mir nach der Arbeit plötzlich auf, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Ich schaute beiläufig auf meine Hand und bemerkte mit einem plötzlichen Schreck, dass der Diamant verschwunden war. Mein allererster Gedanke in diesem Moment war natürlich pure Ablehnung: Das gibt es doch einfach nicht. Ich nahm den Ring sofort genauer unter die Lupe und die bittere Realität bestätigte sich. Die feine Fassung war komplett leer, der Stein war einfach weg.

Ich konnte mir überhaupt nicht logisch erklären, wann und wo das passiert sein sollte. Also begann ich zunächst völlig systematisch damit, meine gesamte Wohnung gründlich abzusuchen. Ich kroch auf dem Boden herum, leuchtete unter alle Möbelstücke, schaute in staubige Ecken und an allen denkbaren Orten, an denen der kleine Stein hätte hinabfallen können. Natürlich hoffte ich bei jedem noch so winzigen Glitzern auf dem Teppich, dass ich ihn endlich gefunden hatte. Aber es ergab sich absolut nichts. Je länger ich verzweifelt suchte, desto größer wurde meine innere Ernüchterung. Ein Diamant von dieser geringen Größe konnte praktisch überall sein. Er konnte beim Anziehen oder Ausziehen des Rings heruntergefallen sein. Vielleicht passierte es beim simplen Händewaschen im Bad oder unterwegs auf der Straße. Auch die Arbeit im Büro oder das unübersichtliche Gras draußen waren möglich. Genau diese Vielzahl an Möglichkeiten machte die Suche so unglaublich aussichtslos und frustrierend. Trotzdem wollte ich noch nicht endgültig aufgeben und weitersuchen.

 

Was ist das Simpson Protocol und wie hilft das Überbewusstsein?

Zu dieser Zeit war ich neben meiner Tätigkeit in meiner Hypnosepraxis noch in der Suchtberatung des Diakonievereins Orlata e. V. tätig. Ich arbeitete damals sowohl in der Hauptstelle in Pößneck als auch in der Außenstelle in Bad Lobenstein. Damit kamen plötzlich noch unzählige weitere mögliche Orte hinzu, an denen das Schmuckstück unbemerkt verloren gegangen sein konnte. Zuerst nahm ich mir die Außenstelle in Bad Lobenstein vor. Ich suchte mein gesamtes Büro ab, kontrollierte jeden Zentimeter der Wege zwischen meinem Schreibtisch und der Toilette, schaute in der Teeküche und überprüfte eigentlich jeden Ort, an dem ich mich dort aufgehalten hatte. Natürlich war mir rational bewusst, wie verschwindend gering die Wahrscheinlichkeit war, einen winzigen Diamanten auf diesen großen Flächen tatsächlich wiederzufinden. Auch in der Hauptstelle in Pößneck suchte ich so gut ich konnte, fand jedoch absolut nichts. Irgendwann saß ich völlig erschöpft da und musste mir eingestehen, dass ich wahrscheinlich einfach Pech gehabt hatte und der Stein für immer verschwunden war.

Und dann kam mir plötzlich eine völlig unkonventionelle Idee. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt meine Ausbildung im Simpson Protocol bereits einige Monate erfolgreich hinter mir. Diese fortschrittliche Methode hatte mich schon während meiner Ausbildung tief beeindruckt. Ich hatte seitdem immer wieder intensiv mit ihr gearbeitet und sie an verschiedenen Menschen erfolgreich ausprobiert.

 

Das Überbewusstsein als innerer Kompass

Das Besondere am Simpson Protocol ist die direkte Arbeit mit dem sogenannten Überbewusstsein. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um eine übergeordnete, innere Bewusstseinsebene. Dieser Ebene wird eine weitaus umfassendere Wahrnehmung und ein viel tieferes Wissen zugeschrieben. Unser alltägliches, stark begrenztes logisches Denken kann da nicht mithalten.

In der allgemeinen Psychologie wird das Unbewusste als gewaltiger Speicher aller Erfahrungen beschrieben. Diese Methode nutzt genau dieses tiefe innere Wissen. Wir wissen bewusst vielleicht gar nicht, wo wir nach einer Lösung suchen sollen. Die Methode geht jedoch davon aus, dass das Überbewusstsein die relevanten Informationen exakt kennt. Natürlich kam mir sofort der Gedanke, warum ich mein eigenes Überbewusstsein nicht einfach fragen sollte, wo der Stein geblieben ist.

 

Wie funktionierte der ungewöhnliche Versuch in der Praxis?

Gleichzeitig mit dieser brillanten Idee kam jedoch sofort mein lauter innerer Skeptiker um die Ecke. Denn so einfach war es für mich in dieser hochgradig emotionalen Situation leider nicht. Wenn ich selbst die Fragen stellen und die Antworten über meine eigenen körperlichen Fingersignale bekommen würde, hätte ich immer die große Befürchtung gehabt, dass ich die Antworten unbewusst in eine bestimmte Richtung beeinflusse. Schließlich wollte ich diesen Diamanten unbedingt und um jeden Preis wiederfinden. Mein persönlicher Wunsch nach einer bestimmten, tröstlichen Antwort war also ziemlich groß. Ich kannte mich selbst gut genug, um zu wissen, dass ich mir und meiner Objektivität in diesem Moment vielleicht selbst nicht vollständig trauen würde.

Deshalb brauchte ich eine kreative und verlässliche andere Lösung. Mein damaliger Partner kannte das Simpson Protocol glücklicherweise ebenfalls sehr gut. Nach meiner Ausbildung hatte ich natürlich auch mit ihm geübt und ihm die Grundzüge der Methode im Detail gezeigt. Außerdem hatte er eine ganz besondere Verbindung zu diesem Ring, denn schließlich hatte er ihn mir geschenkt. Ich fragte ihn deshalb, ob er bereit wäre, als sogenannter Stellvertreter für mich in die Hypnose zu gehen. Die Idee dahinter war extrem spannend. Ich selbst würde nicht wissen, welche Antworten über seine Fingersignale kommen würden, und mein Partner wusste absolut nicht, wo ich mich überall aufgehalten hatte. Damit hatten wir die perfekte Möglichkeit, die Sache völlig unvoreingenommen anzugehen.

Der genaue Ablauf einer solchen Arbeit gestaltet sich durch klare, aufeinander aufbauende Phasen:

  1. Die tiefe Entspannung einleiten: Der Stellvertreter kann in einen tiefen hypnotischen Zustand geführt werden, den sogenannten Esdaile-Zustand, in dem der bewusste Verstand extrem ruhig wird und nicht mehr analytisch stört. Ein so tiefer Trance-Zustand ist allerdings nicht zwingend nötig und es reicht auch ein weniger tiefer Hypnose-Zustand für das Simpson Protocol.
  2. Die ideomotorischen Signale etablieren: Wir legen fest, welcher Finger sich für ein klares „Ja“ und welcher sich für ein klares „Nein“ vollkommen unbewusst heben soll.
  3. Die zielgerichtete Kommunikation starten: Über präzise Fragen grenzen wir das Problem Stück für Stück ein, während der Stellvertreter lediglich als neutraler Übermittler der Antworten aus dem Überbewusstsein dient.

 

Welche erstaunlichen Hinweise lieferten die Fingersignale?

Wir begannen diesen ungewöhnlichen Versuch in einer sehr ruhigen Atmosphäre. Da mein Partner mit der Vorgehensweise bereits vertraut war, konnten wir direkt damit starten, über simple Ja-Nein-Fragen verschiedene Möglichkeiten systematisch einzugrenzen. Das klingt zunächst ziemlich analytisch und unspektakulär, aber genau hier wurde es für mich unglaublich interessant und aufschlussreich.

 

Nonverbale Kommunikation in der Trance

Ich stellte die ersten Fragen laut in den Raum: Befand sich der Stein noch in meiner Wohnung? Der Nein-Finger hob sich deutlich. War er in Bad Lobenstein verloren gegangen? Wieder hob sich der Nein-Finger. War er in Pößneck verloren gegangen? Daraufhin hob sich ganz klar und deutlich der Ja-Finger. Ich weiß noch ganz genau, dass ich bei dieser Antwort ziemlich aufmerksam und hellhörig wurde. Natürlich hätte es auch einfach ein statistischer Zufall sein können. Aber zumindest hatten wir jetzt eine ganz konkrete Richtung und ein Zielgebiet. Ich wusste nun, dass wir nicht mehr die gesamte Wohnung und auch nicht mehr die Außenstelle in Bad Lobenstein berücksichtigen mussten. Der Stein musste sich irgendwo in Pößneck befinden.

Doch damit begann das eigentliche logistische Problem erst. Pößneck bestand natürlich nicht aus einem einzigen kleinen Raum. Ich hatte dort gearbeitet, war durch viele verschiedene Bereiche gegangen, hatte unterschiedliche Dinge erledigt und der Diamant konnte an unzähligen Stellen liegen. Wir stellten weitere Fragen und versuchten, den möglichen Aufenthaltsort immer weiter einzugrenzen, kamen mit reinen Ja-Nein-Fragen allerdings bald an eine Grenze. Ich bat das Überbewusstsein meines Partners an dieser Stelle darum, ihm einen bildhaften Eindruck von dem Ort zu vermitteln. Mein Partner beschrieb plötzlich ein sehr ungewöhnliches körperliches Empfinden. Er sagte, ihm werde stark schwindelig und es fühle sich so an, als würde sich alles sehr schnell um ihn herum drehen. Er hatte den massiven Eindruck, hin- und hergeschleudert zu werden, fast so, als würde er selbst durch etwas hindurchwirbeln. Dann schoss mir plötzlich ein Geistesblitz durch den Kopf: Der Staubsauger. Ich erinnerte mich, dass einige Tage zuvor die Reinigungskraft in der Beratungsstelle gesaugt hatte.

 

Warum der Diamant im Staubsaugerbeutel lag und was das bedeutet

Wenn ein winziger Diamant auf dem Boden gelegen hätte und beim Putzen mit voller Kraft eingesaugt worden wäre, dann hätte er sich im Staubsaugerbeutel exakt so verhalten: Er wäre wild herumgewirbelt, hätte sich mit dem Staub vermischt und wäre irgendwo im Inneren des Beutels hart gelandet. Natürlich war das nur eine wilde Vermutung, aber ich konnte sie überprüfen. Am nächsten Morgen fuhr ich extra früh zur Arbeit, um vor meinen Kollegen in der Beratungsstelle zu sein. Ich hatte absolut nicht vor, ihnen erklären zu müssen, warum ich morgens als Erstes einen fremden Staubsauger auseinandernehmen wollte.

Zunächst holte ich den Staubsauger aus der Kammer und nahm den Beutel heraus. Schon der Gedanke daran war ein bisschen absurd. Schließlich hatte ich eine professionelle Hypnoseausbildung absolviert. Nun war ich dabei, den ekligen Inhalt eines Staubsaugerbeutels nach einem Diamanten zu durchsuchen. Vorsichtig schüttete ich den Inhalt auf einen Teppich. Dann begann ich, den Staub Stück für Stück akribisch zu durchsuchen. Leider fand ich im ersten Moment absolut nichts.

Ich nahm den Beutel noch einmal in die Hand und bemerkte, dass er vier tiefe Ecken besaß. Also beschloss ich, diese Ecken noch einzeln zu kontrollieren. Die erste Ecke war leer, die zweite ebenso. Bei der dritten Ecke wurde meine Hoffnung extrem klein. Dann blieb nur noch die vierte Ecke. Ich stülpte sie langsam nach außen und sah plötzlich einen kleinen, deutlichen Lichtreflex. Da lag er tatsächlich: mein Diamant. Mein Partner war nicht dabei gewesen, als ich den Stein verlor, er kannte die Reinigungspläne nicht und wusste nichts vom Staubsauger. Und trotzdem hatte sein Überbewusstsein exakt das richtige Bild vom Herumgeschleudertwerden geliefert. Für mich war das der absolute Beweis und ein Moment, in dem mein innerer Skeptiker endgültig verstummte.

 

Für wen eignet sich das Simpson Protocol in der Therapie?

Natürlich setze ich diese tiefgreifende Methode in meiner Praxis nicht ein, um für Patienten verlorene Diamanten oder verlorene Autoschlüssel zu suchen. Diese unglaubliche Geschichte war eine außergewöhnliche persönliche Erfahrung und veranschaulicht lediglich die enorme Leistungsfähigkeit unseres Gehirns. In meiner täglichen Arbeit nutze ich das Simpson Protocol vielmehr als spezielle, hocheffektive Form der Hypnose, um Menschen bei schweren emotionalen und psychischen Belastungen kompetent zu begleiten. Wir nutzen dieses Wissen, um verschüttete Ursachen von Symptomen zu lokalisieren.

Ich verwende gerne das treffende Bild eines großen Hauses. So kann ich Patienten den genauen Unterschied zwischen der klassischen Regression und dem Simpson Protocol anschaulich erklären. Stellen Sie sich einfach vor, Ihr Körper, Ihr Geist und Ihre Seele wären ein weitläufiges Gebäude. Es hat viele verschiedene Zimmer, knarrende Türen und dunkle Treppen. Kommen Sie mit einem ganz konkreten Problem in meine Praxis. Wir können dann bei einer ursachenorientierten Hypnose gezielt nach dem exakten Raum suchen. Wir finden den Ort, an dem dieses spezielle Problem in der Kindheit entstanden ist. Beim Simpson Protocol stelle ich mir die Arbeit hingegen so vor, als würden wir einen sehr erfahrenen, unsichtbaren Putztrupp durch das gesamte Haus schicken, der einen Generalschlüssel für jede einzelne Tür besitzt.

 

Konkrete Anwendungsgebiete in der Praxis

Diese Form der Therapie eignet sich besonders hervorragend für eine Vielzahl von Anliegen, bei denen der bewusste Verstand allein nicht mehr weiterkommt. Nutzen Sie die enormen Vorteile der Methode bei folgenden Themen:

  • Ängste und innere Blockaden: Wenn unerklärliche Panik den Alltag bestimmt und rationale Argumente völlig ins Leere laufen
  • Fehlende Erinnerungen: Für emotionale Themen und tiefsitzende Konflikte, deren tatsächliche Ursache Ihnen selbst überhaupt nicht bewusst ist
  • Schambesetzte Erlebnisse: Wenn Sie über bestimmte, hochgradig belastende Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht laut sprechen möchten oder können
  • Wiederkehrende Muster: Zur dauerhaften Durchbrechung von toxischen Verhaltensmustern oder anhaltenden psychosomatischen Beschwerden

 

Das Schöne daran ist, dass Sie nicht zwangsläufig jedes schmerzhafte Detail Ihres Problems laut erzählen müssen. Wenn wir mit unserem bewussten Verstand nicht wissen, wo wir suchen sollen, übernimmt das Überbewusstsein sicher und verlässlich die Führung.

Wenn ich heute an diese ganze Geschichte mit dem Diamanten zurückdenke, bin ich unglaublich dankbar für diese Lektion. Sie erinnert mich jeden Tag daran, dass Skepsis und absolute Offenheit niemals Gegensätze sein müssen. Wir dürfen Dinge kritisch hinterfragen und uns dennoch vollkommen auf eine neue Erfahrung einlassen. Unser bewusster Verstand weiß eben nicht alles und kontrolliert nicht alles. Erkunden Sie gerne meine weiteren Angebote, um den passenden Weg für sich zu finden. Warten Sie nicht länger darauf, dass alte Belastungen von alleine verschwinden. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch über meine Kontakt-Seite und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche verborgenen Lösungen Ihr eigenes Überbewusstsein für Sie bereithält.

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